عربي - English - Française - Português - Español - - Italiano - русский

  • Es wird uns nicht gelingen, jemanden zu finden, der genau das tut, was er von anderen verlangt, oder dessen Inneres sich genau in seinen Taten widerspiegelt. Der Koran bildet jedoch eine Einheit mit dem Propheten Muhammad; er ist ebenso die Verkörperung Muhammads in Worten, wie Muhammad die Verkörperung des Koran in Glauben und Handeln ist. Beide sind zwei Ausdrücke ein und derselben Wahrheit. Wenn Aischa zum Wirken Muhammads befragt wurde, pflegte sie zu antworten: "Lest ihr denn nicht den Koran? Sein Verhalten ist die Verkörperung des Koran." Dies zeigt deutlich, dass sowohl der Koran als auch Muhammad die Werke Gottes, des Allmächtigen, sind.


  • Schriftsteller sind im Allgemeinen so von ihrem Umfeld beeinflusst, dass sie sich ihm nicht entziehen können. Der Koran hingegen wurde zwar abschnittsweise zu bestimmten Anlässen offenbart, ist aber nichtsdestotrotz universell und objektiv, wenn er bestimmte Themen abhandelt, und exakt und präzise, wenn er sich universellen Angelegenheiten widmet. Wenn er den Beginn der Schöpfung, das Ende der Zeit oder die Erschaffung des Menschen und dessen zukünftiges Leben in der anderen Welt beschreibt, verwendet er präzise Ausdrücke. So wie er an einigen Stellen allgemein gültige Schlüsse aus konkreten Ereignissen zieht, schließt er an anderer Stelle auch von allgemein gültigen Prinzipien auf konkrete Ereignisse. Dieser für den Koran typische Stil findet sich in keinem einzigen Werk von Menschenhand. Auch er ist ein deutlicher Hinweis auf den göttlichen Ursprung dieses Buchs.


  • Kein Autor hat in seinem Spezialgebiet ein Buch geschrieben, das auch nur annähernd so präzise ist wie der Koran in ganz unterschiedlichen Bereichen wie Religion, Recht, Soziologie, Psychologie, Eschatologie, Moral, Geschichte, Literatur usw.. Der Koran enthält, entweder in gestraffter oder detaillierter Form, nicht weniger als die Prinzipien aller Wissenszweige; und nicht einem einzigen Punkt dieses Wissens wurde jemals widersprochen. Was braucht es mehr, um den göttlichen Ursprung des Koran zu beweisen?


  • Welcher Schriftsteller kann für sich in Anspruch nehmen, dass alles, was er schreibt, absolut korrekt ist und bis zum Jüngsten Tag Gültigkeit behält? Schlussfolgerungen der Wissenschaft sind schnell überholt. Die früheren Offenbarungsschriften wie die Thora und die Evangelien erfahren ständige Veränderungen. Selbst ein oberflächliches Studium der zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Sprachen veröffentlichen Ausgaben reicht aus, um diese Veränderungen zu erkennen. Die Wahrheiten des Koran jedoch haben sich, wie Said Nursi es ausdrückt, ihre Frische bewahrt: "Während die Zeit immer älter wird, wird der Koran immer jünger." Trotz aller seit Beginn der Offenbarung des Koran unternommenen Bemühungen, Fehler und Widersprüche in ihm zu finden, ist er unverändert geblieben - eine Tatsache, die seine Einzigartigkeit widerspiegelt. Auch heute noch erobert er täglich neue Herzen, enthüllt ihnen seine verborgenen unendlich großen Schätze und erblüht wie eine paradiesische Rose mit zahllosen Blütenblättern.


  • Egal wie groß unser Wissen und wie gut unser Ruf auch sein mögen - wären wir etwa dazu in der Lage, im Namen des Präsidenten, des Premierministers und aller Minister, im Namen aller Vereinigungen von Schriftstellern, Rechtsanwälten, Handwerkern, aller Dozenten und Wissenschaftler einer Universität zu sprechen? Und selbst wenn ja - dürften wir dann für uns in Anspruch nehmen, sie alle genau so zu repräsentieren, wie sie es wünschen? Und wenn wir auch das dürften - würden wir es dann obendrein tatsächlich auch schaffen, alle Angelegenheiten unseres Landes zu leiten? Genau das ist es, was dem Prophet mit dem Koran gelungen ist. Wie kann man nun behaupten, dass ein Analphabet, der bis zu seinem 40. Lebensjahr völlig unpolitisch war, dies ohne die Inspiration und Unterstützung Gottes verwirklicht hätte?


  • Der Prophet wird im Koran auch getadelt. Wäre er selbst der Autor, hätte er dann einer schwer wiegenden Verleumdung gegen seine Ehefrau so viel Platz eingeräumt? Hätte er nicht die Offenbarung, die ihm auftrug, Zaynab zu heiraten unterschlagen, anstatt sie öffentlich zu machen? Aischa, die Frau des Propheten, sagte später aus, dass der Prophet, wenn er denn einen Teil des Koran hätte verheimlichen dürfen, diesen verschwiegen hätte.


  • Abu Talib, der Onkel des Propheten, der die Erziehung Muhammads übernahm, als dieser acht Jahre alt war, und ihn auch noch 10 Jahre nach seiner Verkündigung der Prophetenschaft beschützte, konvertierte nicht zum Islam. Der Prophet liebte seinen Onkel innig und wünschte sich sehnlichst, er möge sich doch zum Islam bekennen. Da wurde ihm folgender Vers offenbart:

Wahrlich, du kannst dem den Weg nicht weisen, den du liebst; Allah aber weist dem den Weg, dem Er will; und Er kennt jene am besten, die die Führung annehmen. (28:56)

  • Wenn Muhammad der Autor des Koran gewesen wäre, hätte er doch einfach behaupten können, sein Onkel habe den Islam angenommen.

 

  • Viele Verse im Koran beginnen mit den Worten Sie fragen dich:, und fahren dann - als Antwort - mit der Aufforderung Sprich! fort. Verse dieser Art wurden offenbart, um die Fragen zu beantworten, die dem Propheten von Muslimen und Nichtmuslimen, insbesondere von den Juden Medinas gestellt wurden. Diese Fragen drehten sich darum, welche Dinge rechtmäßig und welche unrechtmäßig seien, um die Verteilung der Kriegsbeute, die Laufbahn des Mondes, das Jüngste Gericht, den Dhu-l-Qarnayn, den Geist des Menschen usw.. Jemand, der kein allumfassendes Wissen besitzt, kann solche Fragen nicht beantworten. Die Antworten des Propheten hingegen stellten alle gleichermaßen zufrieden. Dies zeigt, dass er von Gott, dem Allwissenden, unterrichtet wurde.

 

  • Der Prophet führte ein sehr enthaltsames Leben und mied weltliche Ziele wie Ruhm, Herrschaft, Reichtum oder schöne Frauen. Außerdem musste er sich Widrigkeiten und Verfolgungen übelster Art erwehren. Zu behaupten, Muhammad habe den Koran frei erfunden, bedeutet, ihn, der in der Öffentlichkeit als Muhammad, der Vertrauenswürdige bekannt war, als den größten Lügner und Betrüger abzustempeln, den die Geschichte jemals gekannt hat. Warum hätte er denn fälschlicherweise die Prophetenschaft für sich beanspruchen sollen, wenn er doch genau damit sich selbst und seine Familie all diesen Widrigkeiten und Verfolgungen aussetzte? Eine solche Behauptung oder auch die Aussage, er selbst habe den Koran verfasst, entbehren jeder Grundlage.

 

  • Der Prophet Muhammad sah sich intensivem Widerstand seitens der Juden und Christen ausgesetzt. Schließlich musste er mehrmals gegen die Juden Medinas antreten und sie aus der Stadt vertreiben. Trotzdem erwähnt der Koran den zu den Israeliten gesandten Propheten Moses etwa 50-mal, und auch der Name Jesus wird mehrmals genannt. Der Name Muhammad hingegen fällt lediglich 4-mal. Warum sollte jemand, der zu Unrecht die Prophetenschaft für sich beansprucht, ausgerechnet die Propheten seiner Widersacher erwähnen? Kann es überhaupt einen anderen Grund als Neid, Vorurteile, Egoismus und andere negative Gefühle dafür geben, dass die Prophetenschaft Muhammads bestritten wird?

  • Der Koran birgt auch bestimmte Fakten der Schöpfung, die erst in jüngster Zeit durch moderne wissenschaftliche Methoden nachgewiesen wurden. Wie hätte der Koran, wenn er keine Offenbarung Gottes wäre, bei Sachverhalten exakt die Wahrheit sagen können, von denen die Leute zur Zeit seiner Offenbarung nicht die leiseste Ahnung hatten? Wäre der Koran ein ganz konventionelles Buch, hätte er doch wohl kaum einen Vers wie den folgenden enthalten können:

Haben die Ungläubigen nicht gesehen, dass die Himmel und die Erde eine Einheit waren, die Wir dann zerteilten? Und Wir machten aus dem Wasser alles Lebendige. Wollen sie denn nicht glauben? (21:30)


M. Fethullah Gülen

Quelle  :  http://www.islamaufdeutsch.de